Vor über 2.500 Jahren schrieb Laotse die 81 Aphorismen des ‚Tao te king‘.
Im ersten Kapitel sagt er:
„Der SINN der sich aussprechen läßt,
ist nicht der ewige SINN.
Der Name, der sich nennen läßt,
ist nicht der ewige Name.
‚Nichtsein‘ nenne ich den Anfang von Himmel und Erde.
‚Sein‘ nenne ich die Mutter der Einzelwesen.“
(Übersetzung von Richard Wilhelm, 1910)
In der chinesischen Literatur wird erläutert:
Das Namenlose, das ist, unendlich
Der Name, der ist, Taiji
Taiji ist die Energie des Chaos, in dem Himmel und Erde noch nicht getrennt waren, und ist die Mutter aller Dinge.
Wuji ist der statische Zustand bevor Leben ensteht, Taiji ist der dynamische Zustand beim Entstehen des Lebens.
Im von Kungtse (Konfuzius) überlieferten ‚Buch der Wandlungen‘ hat Taiji die zwei elementaren Prinzipien Yin und Yang hervorgebracht,
aus denen die vier zeichenhaften Symbole entstanden, die dem Bagua (die acht Trigramme) Gestalt gaben.
Taiji ist ein endlos fließender Zustand des Lebens. Es zeigt das fundamentale Prinzip biologischer Prozesse und Entwicklungen, im Gegensatz den Ausgleich suchen, gegenseitige Förderung erlangen, Toleranz und Auflösung vieler Widersprüche, schlussendlich statt Gegensätzlichkeit zu einer vielfältigen Harmonie und Einigkeit führend.
Quelle: „Report on World Taijiquan Development (No. 1), Beijing 2021″